Entscheidend für das Lernen ist immer die intrinsische (eigene, von innen kommende) Motivation. Die einladende Gestaltung der Räume und des Geländes und die offene Haltung der Lehrer kann dazu anregen, sich lustvoll mit der Welt auseinanderzusetzen. Auch Ausflüge, Projekte und Kurse laden dazu ein, sich einem Thema zuzuwenden. Jedoch hat jeder das Recht, eigene Wege zu gehen und wird darin akzeptiert und von den anderen unterstützt.
Wir versuchen, ein möglichst stressfreies Klima zu schaffen. Jeder findet hier Anerkennung, so wie er ist, kann seinen eigenen Platz und Rückzugsmöglichkeiten finden (kleine Gruppen, überschaubare, gemütliche Räume, großes Freigelände, keine Anforderungen die Stress oder Aggressionen auslösen - wie zum Beispiel stundenlang still zu sitzen). Dadurch herrscht eine entspannte Atmosphäre.
Außerdem nehmen wir uns viel Zeit, um Konflikte zu klären, gewaltfreie Formen der Auseinandersetzung einzuüben und Regeln einsichtig zu vermitteln.
Im täglichen Morgenkreis und der wöchentlichen Schulversammlung diskutieren wir Regeln und handeln sie aus. Dort werden auch Konflikte besprochen oder in ein Streitschlichtergremium (VZK Vertrauen Zuhören Klären) weiter geleitet.
Jeder Mensch hat das Bedürfnis nach Entwicklung und trägt somit eine angeborene Lernlust in sich. Worauf sich die Neugier und Lernlust beziehen, ist von Mensch zu Mensch und in verschiedenen Lebensphasen ganz unterschiedlich, meist begleiten uns mehrere Themen. Wir respektieren, dass die Kinder an unterschiedlichen Themen arbeiten und ein Teil unserer pädagogischen Arbeit ist es, diese Themen zu erfassen und die Kinder in ihrem Lernprozess zu unterstützen und zu bestärken. Wir bieten den Kindern ein vielfältiges Angebot, das sich an der Lebenswelt der Kinder orientiert. Jedes Kind unserer Schule hat die Möglichkeit diese Angebote für sich zu nutzen, kann sich aber auch außerhalb der Angebote beschäftigen, eigene Wünsche formulieren und uns als Begleiter in Situationen erleben, in denen es Hilfe benötigt. Bildung bedeutet Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen und es sinnvoll zu gestalten. Nicht zuletzt hilft Bildung, sich in der Welt zurechtzufinden und sich zu orientieren, ist sozusagen „Weltaufschluss“.
Durch negative Erfahrungen kann der Zugang zur eigenen Lernlust von Misserfolgsängsten überlagert sein. Das kann sich in Vermeidungsstrategien zeigen. In diesen Fällen sind unsere Bemühungen darauf gerichtet, gemeinsam mit den Kindern und ihren Eltern diese Ängste abzubauen und ganz behutsam den persönlichen Weg zu eigenen Interessen und Motivation wieder herzustellen.
Wir sind eine lernende Organisation, deshalb überprüfen wir unser Konzept immer wieder und entwickeln es weiter. Erkenntnisse von Fortbildungen, Teamsupervision und Organisationsentwicklung fließen in die sich verändernde Gestaltung des schulischen Alltags ein. Der Austausch mit anderen Freien Schulen im In- und Ausland sowie die Entwicklung von Qualitätsstandards in Zusammenarbeit mit der Universität und in der Evaluation mit Partnerschulen verändern unser pädagogisches Handeln ebenfalls.
Die Schüler nehmen gleichberechtigt an der Gestaltung des Schullebens und der Schulstrukturen teil. In den täglichen Morgenkreisen und der wöchentlichen Schulversammlung werden immer wieder Regeln überprüft, verändert, abgeschafft oder neu entwickelt.
Diese Frage setzt voraus, dass es so etwas wie „genug lernen“ gibt, doch ist das der Fall? Genug wovon oder wofür? Lernen ist ein lebenslanger Prozess, jeder muss immer wieder sein Weltbild erweitern und korrigieren und seine Leitbilder kritisch hinterfragen. Zukunft ist prinzipiell nicht vorhersehbar und wir wissen nicht, welcher Teil aller potenziellen Fähigkeiten und Kenntnisse gerade für einen bestimmten Menschen wichtig sein werden. Was auf jeden Fall notwendige Fähigkeiten sein werden, sind:
Unser Konzept ist so angelegt, dass die Kinder diese Fähigkeiten erwerben und erproben können.
Die Freie Schule steht grundsätzlich allen Kindern offen, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Religion, Herkunft, Einkommen der Eltern oder vorherigen Schulleistungen. Jeder Bildungsweg verläuft individuell und unsere Schule ist nur eine von vielen verschiedenen Bildungsmöglichkeiten. Jeder muss deshalb selbst prüfen, ob unser Konzept gut zu den eigenen Vorstellungen, Erwartungen, Lernformen passt und die Entfaltung der eigenen Potenziale unterstützt.
Nein. Eine Beurteilung in Form von Zensuren widerspricht unserem Lern- und Leistungsverständnis. Wir geben den Kindern aber häufig Rückmeldung über wahrgenommene Fortschritte, einmal jährlich bekommen die Kinder einen ausführlichen, persönlichen Brief. In Einzelgesprächen reflektieren wir mit den Kindern auch ihre Entwicklung und überlegen gemeinsam, an welcher Stelle noch Hilfe nötig ist.
Nein. Wenn Schüler es wünschen, können sie das jedoch individuell mit ihren Lehrern aushandeln.
Nein. Die Angebote in der Freien Schule finden regelmäßig zu bestimmten Zeiten statt. Diese sind dem Angebotsplan zu entnehmen, der für alle ersichtlich aushängt. Die Teilnahme an den Angeboten ist jedoch freiwillig, es gibt also keine verbindliche Zeit für die Kinder, in der „gelernt werden muss“.
Es gibt allerdings einzelne Angebote, die, wenn man sich einmal für die Teilnahmen entschieden hat, verbindlich von allen Teilnehmern bis zum Ende besucht werden müssen (zum Beispiel die Theatergruppe).
Mo bis Do 7.30 Uhr - 17.00 Uhr, Fr 7.30 Uhr - 15.00 Uhr
Es gibt während der Schultage täglich Mittagessen. Wir werden von der Firma Leipzig Gourmet beliefert. Am Nachmittag gibt es ein Vesper (Montag bis Donnerstag) Die Vesperzutaten Brot oder Müsli sind konsequent ökologisch - Vesperzeit ist von 14:30 bis 15:30 Uhr..
Stand 2025/26
Solidarfonds, der von Eltern finanziert wird kann Eltern in schwierigen Finanzlagen helfen die Elternbeiträge zu stemmen. Ein Antrag kann formlos an das Büro gestellt werden. Bewilligung nach Vorlage von BuT, LeipzigPass, Wohngeldunterlagen gilt längstens für ein Schuljahr.
Gern könnt ihr auch in den Fonds einzahlen - meldet euch dazu im Schulbüro.
Zweimal im Jahr fährt das Team zu einer Supervision. Die Schule bleibt dann für jeweils zwei Tage geschlossen, Eltern organisieren auf Nachfrage während dieser Zeit eine Notbetreuung.
Einmal im Schuljahr gibt es eine gemeinsame Fahrt der gesamten Schule sowie jeweils Fahrten der einzelnen Gruppen. Die Fahrten dauern im Schnitt 3 – 4 Tage. BuT kann beantragt werden.
Eine Ferienbetreuung gibt es in den Herbst- und Winterferien jeweils in der ersten Ferienwoche. In den Sommerferien ist die Schule in der ersten und zweiten Ferienwoche geöffnet. Die Öffnungszeiten während der Ferien sind Mo bis Fr 8.00 - 16.00 Uhr.
Für das nächste Schuljahr 27/28 stellen wir die Anmeldebögen vom 17.08. bis 30.09.26 auf unsere Webseite Abgabe muss bis zum 30.09.26 im Büro der FSL erfolgen.
Man kann die Schule zum Tag der offenen Tür jeweils einmal pro Schuljahr (meist im März) besuchen.
Da wir keine staatliche Anerkennung haben, dürfen wir keine Referendare aufnehmen. Interessierte Studierende bitten wir trotzdem, Kontakt zu uns aufzunehmen und eine entsprechende Beschwerde an das Kultusministerium zu richten, damit sich auf lange Sicht die Gesetzeslage ändert.
Praktika sind nach vorheriger Absprache möglich. Insbesondere für Studierende der Universität Leipzig stellen wir regelmäßig Praktikumsplätze für ihre Schulpraktischen Studien (SPS) zur Verfügung. Die Mindestdauer für Praktika beträgt in der Regel drei Wochen, längere Praktikumszeiten sind willkommen.
Wenn du mindestens 18 Jahre alt bist kannst du dich von Januar bis April im aktuellen Schuljahr auf einen Freiwilligen Dienst bei uns bewerben. Vom 1. September bis Ende August des Folgejahres ist die Dienstzeit. Einsatzgebiete sind vielfältig, Hort, Grund- und Oberschule als auch Hausmeisterei (nach Interessenlage). Melde dich dazu bei unserem Dachverband: https://www.freiwillig-jetzt.de/, sende dorthin deine Bewerbung und gib die Freie Schule Leipzig e. V. als Einsatzstelle an.